Wildeshauser Zeitung 08.11.2012 Home-Wiekau -Die Homepage-Veröffentlicht von ehem. www.freiewiekau.de in Unsere Wiekau · Donnerstag 02 Apr 2026 · 2:15Tags: Straßenausbau, wiekau, wildeshausen, wald, ideen, dekoration, Straßen, Sanierung, WHZ, Wildeshauser, Zeitung Die Wiekau im Rathausaus Wildeshauser Zeitung, Stand: 08.11.2012, 03:00 UhrHartmut Frerichs (r.) stellte sich den Bürgerfragen im voll besetzten Rathaussaal. · © Foto: RohdenburgWildeshausen - So voll war es bei einer Bauausschusssitzung noch nie. Weil über hundert Bürger aus der Wiekau gekommen waren, zog der Ausschuss kurzfristig ins Rathaus um.Die Anwohner aus dem im Wald gelegenen Wochenendhausgebiet trieb die Sorge in die Sitzung, dass ihre bisher unbefestigten Straßen schon bald für etwa eine Million Euro ausgebaut werden könnten und sie den Löwenanteil von 900.000 Euro zu zahlen haben. Das allerdings hat in den kommenden Jahren niemand vor.Bauausschussvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) erklärte den Bürgern, warum die Verwaltung auf Wunsch der Politik eine Liste erstellt hatte, die aufzeigt, welche Straßen instand gesetzt werden und welche grundlegend ausgebaut werden sollen. Man müsse, so Frerichs, einen guten Überblick bekommen. Und irgendwann sei jede Straße an der Reihe, saniert zu werden, damit sie verkehrssicher sei. Nach Angaben von Stadtplaner Ulrich Fortmann gibt es zwei Listen. 20 Straßen in Wildeshausen müssten grundlegend ausgebaut werden, was nur unter Beteiligung der Bürger möglich sei. 40 Straßen müssten instand gesetzt werden – auf Kosten der Stadt ohne Anwohnerbeteiligung. Angesichts der schwierigen finanziellen Situation der Stadt sei gründlich abzuwägen, welche Straße zuerst behandelt werden soll. Im Etat befinden sich jährlich lediglich 500.000 Euro. Die Anwohner aus der Wiekau machten deutlich, dass sie am liebsten überhaupt keinen Ausbau ihrer Straßen haben wollen. „Wir müssen nicht alle Bereiche planieren und asphaltieren“, erklärten sie. Seit vielen Jahrzehnten würde alles bestens funktionieren, die Wege würden oft in Eigeninitiative geflickt. Wichtiger als ein Ausbau sei eine Temporeduzierung. Die aber würde immer wieder abgelehnt. „Sie beteiligen die Bürger zu spät. Wir wollen mit ihnen sprechen, bevor sie planen“, lautete ein weiterer Vorwurf an die Politik. Wenn die Straßen ausgebaut würden, würde noch schneller gefahren, was Kinder und Tiere gefährde. Bürgermeister Kian Shahidi versuchte die aufgebrachte Stimmung zu beruhigen, indem er vorschlug, dass auf einen Ausbau vorerst ebenso verzichtet werden könnte wie auf die Flick-Arbeiten des Bauhofes, die 2011 mit 19.000 Euro verbucht wurden. „Wir stellen Material zur Verfügung, und Sie pflegen das“, so Shahidi. Allerdings müsse die Verwaltung den Straßenzustand abnehmen, denn die Gemeinde habe die Verkehrssicherungspflicht. Über diesen Vorschlag wird die Politik demnächst beraten, dann sollen die Anwohner informiert werden. „Sie hören wieder von uns“, erklärte Frerichs. · dr Es gibt noch keine Rezension. 5 0 4 0 3 0 2 0 1 0 Name:* Website im Internet: E-Mail:* Bewertung:* Mitteilung:* Wortprüfung: