In den 1990-er-Jahren war es ganz normal, dass die Kommunalpolitiker die Straßen begutachteten. Dann aber wurde die Praxis unterbrochen. Die vergangenen sieben Jahren tat sich nichts, doch nun soll die Begehung wieder regelmäßig durchgeführt werden.
„Das war sehr gut vorbereitet“, erklärte Frerichs bei der anschließenden Besprechung. Er lobte Jörg Dohrmann vom Stadtbauamt und Michael Müller, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Bau. Die beiden hatten die Ausbau- und Sanierungspläne bereits vorgeplant und zudem die veranschlagten Kosten aufgelistet. Bei den meisten Straßen ist es so, dass ein Großteil der Kosten von den Anliegern übernommen werden muss.
„So, wie es jetzt ist, kann es auf Dauer jedenfalls nicht weitergehen“, sagt Frerichs angesichts des maroden Straßenzustands. Zurzeit müsste der Bauhof zu bestimmten Stellen alle acht Wochen ausrücken, um Löcher auszuschottern.
Besonders deutlich wurde das auch an der Kreuzung Prinzessinnenweg/Birkenallee. Dort reiht sich ein Schlagloch an das nächste Wenn es regnet, läuft das Wasser auf die Grundstücke, da es überhaupt keine Kanalisation gibt.
Auch die Dr.-Klingenberg-Straße ist in einem äußerst schlechten Zustand. „Da wurde direkt auf den Sand asphaltiert“, so Frerichs. „So etwas kann ja nicht lange halten.“
Angesichts der Tatsache, dass bei einigen Straßen keine Verschiebung der Sanierung mehr hinnehmbar ist, möchte Frerichs die Pläne nun schnellstmöglich im Bauausschuss einbringen. Geld ist im Haushalt vorerst nicht eingeplant. „Da müssen wir dann für sorgen“, so der Ausschussvorsitzende.
Besonders dringlich sind somit die beiden vorgenannten Straßen. Aber auch die Gehwegverlängerung an der Düngstruper Straße duldet keinen Aufschub. Die anderen Maßnahmen werden folgen. „Wir werden das sukzessive abarbeiten“, sagt Frerichs, der zudem betont: „Und zwar ohne Flickschusterei.“